• Hüttersdorfer Str. 29
  • 66839 Schmelz

Die Mühle

1246 erste urkundliche Erwähnung der Bettinger Mühle.
1278 zu dieser Zeit gibt es zwei Bettinger Mühlen: „Lofmulen und Hagenmulen“; erstere ist vermutlich die Bettinger Mühle.
1399 Herzog Charles v. Lothr. bestätigt den „Prêtres curés und chapelaine de la prevosté de Schambourg ihre Rechte an der Mühle.
1474 Frederich de Bitche, genannt „Gantersberger“, erneuert sein Lehensverhältnis über die Rechte an der Mühle in Bettingen.
16. Jahrh. Es ist die Rede von drei Mühlen im heutigen Schmelzer Raum. Eine davon ist die Bettinger Mühle; sie wird als eine Walk – und Lohmühle am rechten Ufer der Prims beschrieben, die aber nicht in Betrieb ist.
1706 Wiederaufbau der Bettinger Mühle als Bannmühle durch das Amt Schaumburg mit Hilfe von Fronarbeit der Bauern beim Dammbau und bei der Holzanfuhr.
1710 Vermessung des Bettinger Mühlengeländes durch den Landvermesser Joseph Motte aus Saarlouis. Erstellung einer Katasterkarte mit Mühle, Brücke, Kirche und Ortslage Bettingen. Das Mühlengelände umfaßt 6 Morgen 8 Ruten.
1732 Der Mühlenkanal wird in seiner heute noch vorhandenen Form gebaut.
1735 Die Mühle wird erstmals als Genossenschaft geführt. Die Bauern investierten 110 Reichtaler. Ein bewußter, freiwilliger Akt genossenschaftlichen Handelns, weit fortschrittlicher als viele solcher Zusammenschlüsse, die später im Territorium entstanden.
1793 Französische Besetzung – Der Mühlenbann wird aufgehoben.
ab 1800 Seit dieser Zeit wird die Mühle von den Mennonitenfamilien Schertz, Oesch und Nafziger betrieben.
1875 Herr Johann Scherz wird Pächter.
1908 Die Familie Scherz/Nafziger/Oesch erwirbt vom Besitzer der Mühle, Herrn Ernst Wilhelm Sehn, die Mühle als Eigentum.
1930 Der Müller Johann Scherz modernisiert die Mühle.
1978 Der letzte Müller Wilhelm Guth, aus Busenberg bei Pirmasens stammend, gibt die Mühle aus Altersgründen auf.
1993 Gründung des „Vereins zur Erhaltung der Bettinger Mühle“.
1994 Der Verein nimmt offiziell seine Tätigkeit auf – die Restaurierungsarbeiten beginnen.

Die heutige Mühle besteht aus dem Haupthaus, dem Mühlengebäude, das sich in südöstlicher Richtung an das Haupthaus anschließt, der Scheune, dem Backhaus, dem „Gesindehaus“, dem Stall sowie der sog. Rampe (westl. neben dem Haupthaus). Außerdem befindet sich auf der „Mühleninsel“ eine Feldscheune, ein Grillplatz und hinter der eigentlichen Scheune, die als multifunktionaler Veranstaltungsraum genutzt wird, schließt sich ein Vorratslager für Backholz an.